
Wer dieses verblüffende Nebeneinander einmal gesehen hat, erkennt sofort eine eigenartige und frappierende Ähnlichkeit zwischen dem berühmten klassischen Gemälde und dem heutigen Staatsmann im direkten Vergleich. Gesichtszüge wie Nase, Mundpartie, Augen und sogar Stirnproportionen scheinen sich überraschend und fast unheimlich zu spiegeln.
Ist die verblüffende Übereinstimmung auch reiner Zufall, so illustriert sie doch eindrucksvoll, wie hervorragend unser Gehirn komplexe Muster konstruiert und Verbindungen herstellt. Zusätzlich teilen beide Darstellungen einen zurückhaltenden, angedeuteten Ausdruck, der Menschen seit langem fasziniert und beschäftigt. Der spielerische Vergleich lädt humorvoll zu Gedankenexperimenten über Wiederholungen in der Kunst ein, ohne dabei mehr zu behaupten als eine rein visuelle Parallele. Er zeigt zugleich, wie digitale Gemeinschaften solche überraschenden Beobachtungen verbreiten und damit klassische Werke in neue und moderne Gesprächskreise tragen. So entsteht aus reiner zufälliger Ähnlichkeit ein humorvoller und anregender Denkanstoß über Wahrnehmung, Interpretation und die Macht der Bilder.