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5. Sie waren nicht einmal großartige Marker, aber wir mussten sie haben

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Dieses Kunstset erinnert nur an Erinnerungen an ausgetrocknete Marker, verkrustete Farben und Pastellkreiden, die eher wie Kreide als alles andere Künstlerische waren. Aber ehrlich gesagt, das war uns ziemlich egal. Mit unseren kaputten Buntstiften und brüchigen Buntstiften waren wir zu sehr damit beschäftigt, uns wie Picasso zu verhalten. Dennoch besteht kein Zweifel daran, dass diese identische Box den kindlichen Optimismus repräsentierte – wo fast alles machbar schien, sobald man dieses Ding in die Hand nahm.
Dies war wirklich wie eine Schatztruhe voller Regenbogenfarben und dem Versprechen erstaunlicher kreativer Werke. Das einzige Problem hier ist, dass hier nie etwas wirklich funktioniert hat. Trotzdem hielt es uns nicht davon ab, uns nach diesen riesigen Kunstsets zu sehnen. Die schiere Vielfalt – so viele Farben, so viele verschiedene Arten von Malwerkzeugen an einem Ort – war berauschend. Die bestenfalls zweifelhafte Qualität war irrelevant. Das Potenzial zählte. Jedes Mal, wenn wir die Box öffneten, hatten wir das Gefühl, etwas wirklich Bemerkenswertes zu schaffen. Obwohl wir in unseren Gedanken Meisterwerke schufen, war die Realität vielleicht eine Seite voller Gekritzel mit halbwegs funktionierenden Markern. Diese Sets förderten zweifellos unsere Kreativität und Entschlossenheit, auch wenn sie uns gleichzeitig die Enttäuschung lehrten. Wir lernten, mit dem auszukommen, was wir hatten, und die Möglichkeiten in weniger als idealen Werkzeugen zu finden. Und manchmal, nur manchmal, entdeckten wir diesen einen perfekten Marker oder Buntstift, der den entscheidenden Unterschied ausmachte. Diese Malsets waren in vielerlei Hinsicht eine Metapher für die Kindheit selbst: voller Versprechungen, oft schwierig, aber immer ein Abenteuer.